30. November – Bangkok

11:59.

Karamba. Touchdown. Wir sind in Bangkok. Gerade im „KC and the Sunshine Band“ Guesthouse angekommen.

Nachtraeglich habe ich noch einen Sonderpreis zu vergeben. Trommelwirbel, der Trostpreis fuer akutes Anrempelt geht ohne Umschweife an die ansonsten sehr nette Crew der LTU. Ich habe von den Sitzen bestimmt ein „r“ im Ruecken, alter Falter, so lang sind meine Beine doch nun wirklich nicht. Ausserdem fuhr mir die Saftschubse (ich bitte darum diesen harschen Ausdruck zu entschuldigen) mindestens 3 mal ueber die Flossen und 4 mal gegen den Ellenbogen. 2 Millimeter ueber der Lehne und schon ist man in der Randzone.

Dafuer haben wir bomben Wetter. Mit zwei Maedels aus Koeln (die beiden machen hier eine Ausbildung zur Masseurin) versuchen wir relativ guenstig per Taxi in die Stadt zu kommen. Offizielles Taxi? Inoffizielles Taxi? Das ist jetzt die Frage. Fuer umgerechnet 9 Euro kommen wir dann endlich im Guesthouse an.

Hach, unsere Butze: Beste Hinterhofkaschemme mit Vorhaengeschloss und eigenem Hund. Das blau in der Toilette war nie klinisch reiner. Sie ist so rein und ueberfuellt, dass es aus den Ritzen der Tolilette wieder herausquillt. Die Klimaanlage funzt tadellos, das Wasser fuer die Dusche ist kalt. Eiskalt. Die naechste Freck kann kommen.

Zur Begruessung gab es eine Budel Eiswasser. Die werden wir auch benoetigen. Von minus 2 Grad auf 32 ist schon so eine Sache.

Mehrere Baht, Singha Bier und gelaufene Kilometer spaeter. Was man nicht alles erlebt wenn man kurz vor knapp ein Wat neben der Kaoh San Road besucht. Brav die Schuhe ausgezogen, andaechtig den Gebeten gelauscht un ein paar Baht gespendet, schon haben wir Mr Wai gefunden. Er ermutigte uns schon am Angang das Wat zu besuchen. Wir kommen ein wenig ins Gespraech und schildern ihm unseren Plan mit dem Zug nach Chiang Mai zu fahren. „Aaaaaag, Chiang Mai… Montag… aaaaahhh… Geburtstag von unserem Koenig. Bald. Viiiiiel zu tun, wenig Zuege.“ Er gibt uns eine Karte von Bangkok und zeigt uns wo wir ein Touristenbuero finden koennen, welches uns nicht gerade die letzten Flocken aus der Tasche zieht. Wir winken daraufhin ein Tuk Tuk heran und machen uns auf den Weg.

Eine Stunde spaeter haben wir alles fuer unseren Trip in den Norden und noch viel mehr. Der Preis geht noch in ordnung. Es ist bestimmt nicht das billigste, aber fuer europaeische Verhaeltnisse immernoch ein Witz. 90 % von dem was der Hauz und aufgeschwanzt hatte wollten wir eh machen, insofern umso besser. Haben wir uns eine Menge Laufarbeit erspart. Der Tuk Tuk Fahre von der Hinfahrt wartet immernoch brav auf uns. Der Verkaufer aus dem Touristikbuero kam natuerlich aus Hamburg. Beim naechsten Kunden wuerde sich das natuerlich aendern. Klar.

Fuer den Rueckweg nimmt der Tuk Tuk Fahrer eine ruhigere Strecke und bekommt am Ende 60 Baht, etwas mehr als ein Euro. Ohne zu untertreiben, bei den ausgefuchsten Abkuerzugen und Winkelzuegen die dieser Tuk Tuk Fahrer auf der Hinfahrt auf’s Parkett legte, dachte Katja schon er wuerde uns hinter der naechsten Biegung seinen Bruedern vorstellen. Das er nicht direkt durch die naechste Waschkueche gebrettert ist war reines Glueck. Tuk Tuk fahren, sollte man mal gemacht haben.

Nun gut, wir lassen den Abend gemuetlich auf der Backpackermeile schlechthin, der Kaoh San Road, ausklingen. „Wie eine riesen Studentenparty, die ein wenig auf Asien macht und ordentlich aus dem Runder gelaufen ist …“, hatte ich mal gelesen. Stimmt zu 100%, Spass macht es aber trotzdem. Ein hervorragender Platz um Menschen zu beobachten. Mir spukt die Tour durch den Norden durch den Kopf, das wird ein Fest.

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