Puerto Iguazu, 23.10.06

Heute haben wir unseren letzten Tag in Iguazu. Morgen geht es bereits mit dem Bus zurueck zu unserem Ausgangspunkt, Buenos Aires.

Wir nutzen den Tag um unseren ersten absolut unverplanten Urlaubstag in vollen Zuegen auszukosten. Wir schlafen zum ersten Mal richtig lange aus, duschen ausgiebig und troedeln wie die deutsche Bahn am Fruehstuecksbuffet.

In der Lobby begegnet uns wieder unser liebgewonnener Hauspoltergeist Hugh. Er reist heute weiter nach Brasilien. Allerdings geht ihm seine Frisur ziemlich auf den Senkel und so entledigt er sich bewaffnet mit einem uralten Langhaarschneider seiner biergestaerkten Zottelmaehne. Nicht etwa in seinem Bad, nein, die Lobby ist dafuer genau der richtige Ort. Gewaschen wird sich anschliessend so oder so im Pool.

Gegen Mittag schauen wir uns das nicht weiter erwaehnenswerte Zentrum von Purto Iguazu an, besorgen genuegend Bargeld fuer unsere noch ausstehenden Rechnungen und taetigen letzte Heimattelefonate.

Zurueck im Hostel wird mit David, Hannah und Michael eine ordentliche Runde Volleyball gespielt. Seit heute habe ich offiziel die „Eifeler Korkenzieher Attacke“ patentiert. Mein Aufschlag ist ueberraschend punktgenau und brandgefaehrlich. Michi meint ich sollte mich in Trier mal nach einem Nebenjob umsehen. Meine blau und rot geschwollenen Unterarme werden es mir hoffentlich verzeihen.

Der Rest des Abends verbringen wir alle Stilecht am Pool. Ich habe endlich genuegend Zeit die geschundenen Akkus zu laden. David haelt uns mit mehreren „Wir kam die Leiche in den Keller“ Geschichten auf Draht. Die beiden einfachsten will ich hier kurz zum besten geben. Auf einem Feld ist eine Wasserpfuetze. Daneben liegt ein Stock, mehrere Brocken Kohle und eine Karotte. Was ist passiert?

Eine andere ging folgendermassen. Ein Mann kommt in ein Restaurant, bestellt ein Seemoevensandwich, beisst hinein, schreit wie am Spiess und wirft sich direkt vor dem Lokal vor einen Bus. Warum hat er das getan?

Die Loesungen muesst ihr schon selber heraus finden. David gab uns eine ganze Handvoll zum besten. Darunter Klassiker wie die mit dem 16. Stockwerk, dem Ballon und dem Wasserglas. An sollchen Sachen habe ich immer ultra fiesen Spass. Falls jemand noch gute Geschichten kennen sollte, kann er sie ja in die Kommentare schreiben.

Michi ist mit seinen Gedanken schon wieder in Deutschland. So geistesabwesend kann man nur in die Runde blicken, wenn man wirklich Heimweh hat. Ich werde gleich ein paar Blogeintraege nachreichen und mich dann noch ein wenig mit Hannah, David und Michael auf einen letzten Schlummertrunk treffen. Buenos Aires, wir kommen! Heiz die Triebwerke vor!

2 comment(s)

Hallo Jens,

habe heute mal ne Testfahrt mit Deinem Auto gemacht…
was soll ich sagen – es ist noch alles dran 🙂

Damit werde ich dich komfortabel und sicher wieder nach Hause bringen.

Bleibt tapfer, Ihr Gringos!

Liebe Grüße,
Katja

:)) Der Kolf lebt noch? Sauwer! Na da faellt mir doch ein Stein vom Herzen das ihr beide euch noch aneinander gewoehnt habt. Ich freu mich drauf! *g
One more for the road!

Gott sei dank haben wir die 3 Tage Buenos Aires an den Anfang gelegt. Hier regnet es angeblich schon seit Tagen wie aus Eimern. Das konnte uns aber nicht daran hindern unser allerletztes Streak im „Desnivel“ zu geniessen. Ich werde gleich noch den lezten Blogeintrag nachtragen und anschliessend Willson gewissenhaft packen. Adios!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.